Ganz München hat sehnsüchtig darauf gewartet, auf diesen einen Moment. Der Moment der München zum Beitrag in sämtlichen Fernsehsendern und Zeitungen der Welt macht. Der Moment indem das größte und schönste Volksfest der Welt beginnt.
Letzten Samstag im "Schottenhammel", dem Festzelt der Münchner Brauerei Spaten war es wieder soweit. Selbstverständlich hatten sich wieder reichlich Presse und Prominenz eingefunden, um dem alljährlichen Eröffnungsritual zur Wiesn, dem „O’zapfen“ („anzapfen") des ersten Fasses Oktoberfestbier, wie die letzten Jahre durch den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude, beizuwohnen. Unter den Augen zahlloser Wiesnbesucher, die sich teilweise schon um 7 Uhr morgens auf der Theresienwiese getroffen haben, nur um einen der begehrten Plätze im Bierzelt zu ergattern, von Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl und des bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer benötigte Ude nur 2 Schläge und schon floss der goldene kühle Gerstensaft, um den sich in den nächsten Wochen alles drehen wird und der alles zum drehen bringt, in den ersten Maßkrug, der für den Ministerpräsidenten reserviert war. Erst danach konnten die anderen Festzelte mit dem Ausschank beginnen und damit ist die Wiesn endgültig losgegangen und München befindet sich offiziell im Ausnahmestatus.
Die Wiesn findet dieses Jahr zum 176. mal statt und wird wieder mal Besucher und Reporter aus der ganzen Welt anlocken die etwas von dem "Bavarian Feeling" erleben wollen. Bereits am ersten Wochenende hatte die Wiesn ca. eine Million Besucher angelockt und ein 16jähriger hatte die Ehre, bereits am Samstag um 14 Uhr, die erste Bierleiche zu sein. Insgesamt mussten am ersten Wiesn-Tag 790 Menschen vom BRK versorgt werden. 246 Personen mehr als im letzten Jahr. Außerdem wurden bereits am Samstag etwa 60 Leute festgenommen, darunter ein 23 jähriger Australier, der die Benutzung eines Maßkrugs falsch verstanden hatte und damit zwei junge Münchner verletzte. Der Preis für 1 Liter Bier (der traditionellen Maß) liegt dieses Jahr meistens bei 8,60. Die Ausnahme bildet das Schützenzelt das trotzdem noch stolze 8,30 verlangt. Günstiger ist es zur "Mittagswiesn", bei der viele Zelte unter der Woche in der Zeit von 10-15 Uhr bis zu 30% Rabatt gewähren. Insgesamt gibt es wie jedes Jahr 14 große Zelte auf der Wiesn, wobei vorallem das Hacker-Festzelt, "Der Himmel der Bayern", die meisten Jugendlichen, auf seinen 6.950 Plätzen im Zelt und auf seinem 2.400 Plätzen großen Biergarten, anzieht. Welches Zelt ihr wo findet könnt ihr hier nachschauen.
Erreichen könnt ihr die Wiesn wie jedes Jahr mit der U3, U4, U5 und der U6 sowie mit jeder S-Bahn von der Hackerbrücke aus. Da der Bierausschank bereits um 22:30 endet und um 23:30 die Bierzelte schließen bietet es sich an eine der zahlreichen After-Wiesn Partys zu besuchen. Zum Abschluss habe ich hier für euch noch den perfekten Soundtrack für die After-Wiesn und zwar "Schorschl Take 3" im Isartaler Ghettoschützen Schlachthofbronx remix. Nicht von dem etwas längerem Intro verunsichern lassen sondern ganz anhören:
Damit wars das für heute schon wieder ich wünsche euch viel Spaß beim feiern, trinken und auskatern. Euer Tony
Dieser Post ist nicht direkt aus München, sondern vom äußersten Rand unseres S-Bahn-Netzes nämlich auch Freising. Warum man aus so einer hintersten Ecke wie Freising schreibt? Wegen dem "Prima Leben Und Stereo", dass letztes Wochenende am Vöttinger Weiher stattfand. Dieses kleine aber feine Festival, auf dem größtenteils Münchner anzutreffen waren findet jedes Jahr statt und hat im Gegensatz zu großen Fetstivals wie "Rock im Park" die Sonne auf seiner Seite. Insgesamt gab es auf dem dreitägigen Festival 16 Bands an zwei Tagen und einen Tag zum ausnüchtern.
Nach der Suche nach dem perfektem Platz für Zelt samt Terasse im kniehohem Gras und einem kurzen Sprung in den angenehm kühlen Weiher startete das Festival gegen 15 Uhr mit der Nürnberger Band "Sutcliffe", die mit ihrem sehr feinem 60ies-Sound, die Ehre hatten 3 Tage voller Musik, Sonne und Hippie-Flair zu eröffnen.
Direkt danach rockte die Freisinger Band "Lampert" die Bühne im Grünem die mit alternativ groovender Musik und bayrischen Texten das Publikum verzauberte und bei der vorallem der Sänger und Standschlagzeuger Mäx Huber beeindruckte.
Zur Dämmerung wurden die Prima Leben Und Stereoler mit wirklich gutem Disco-Schranz, unterlegt von feinen Gitarrensounds und kraftvollem Schlagzeug überascht und das natürlich von der Münchner Band "Sickcity", eine wirklich beeindruckende Liveband die mit Ihren knallenden Songs verhinderten das auch nur eine einzige Person stillhalten konnte.
Wer zu Sickcity noch mit den Füßen gewippt hatte für den gab es spätestens bei den "Trashmonkeys" kein Halten mehr. Die fünf Jungs aus Lancaster (GB), Köln und Bremen verbreiteten mit Ihrem coolen, schneidigen und modernen 60ies Sound soviel Energie, dass so gut wie jeder mitspringen und mittanzen musste.
Nach den vielen Gitarrensounds kam nun eine wirklich beeindruckende Abwechslung von den britsichen Inseln. Das Duo "Dans Le Sac Vs. Scroobius Pip" faszinierte das Publikum mit dreckigen Bässen auf denen wirklich guter Rap mit britischem Akzent folgt, und auch wenn ich kein besonders großer Freund von Hip-Hop bin zähle ich dieses Duo zu einem meiner zahlreichen Highlights auf diesem Festival und werde euch hiermit Ihr Lied "The Beat That My Heart Skipped" vorstellen:
Nun da es auf dem Festival bereits dunkel wurde reicht eine großartige Band ihr Mikro an die Nächste weiter, so das ich auch gleich zu einem weiteren meiner Highlights auf dem PLUS komme, die Rede ist von dem Französisch-Berlinerischem Duo "Stereo Total". Die Sängerin Francois Cactus und ihr "Stricherjunge mit der Raucherlunge" Brezel Göring brachten das Publikum mit ihrem fantastischem und einzigartigem Sound bis zur Ecstase, wirklich jeder tanzte so wild er konnte, sang sich alles aus seiner Seele und einige Personen stürmten die Bühne und feierten on stage mit der charmanten Französin und Ihrem etwas verücktem Begleiter. Und wer bei dem Lied "Liebe Zu Dritt" noch nicht eine glückliches und befridigtes Lächeln auf dem Gesicht hatte, der war spätestens bei dem Lied "Wir Tanzen Im 4-Eck" Hals über Kopf in dieses symphatische und sehr verückte Duo verliebt:
Doch noch war die Nacht nicht vorbei und somit komme ich auch schon zur letzten Band des ersten Abends und zum finalem Higlight des ersten Tages. Die Schweizer-Berliner Band feierten sich selber und das ganze Festival unter dem sternenklarem Himmel und brachten jeden Einzelnen zum Schwitzen, Tanzen, Schreien und Feiern. Einfach ein wundervoller Moment wie diese durchgeknallten Jungs in Ihren verückten und einzigartigen Kostümen das von "Stereo Total" überhitzte Publikum endgültig zum überkochen brachte so das die Frage "Do You Want To Party With The Bonaparte" eindeutig beantwortet wurde und auch an den beiden darauffolgenden Tagen hörte man überall jemanden "Too Much" singen.
Der nächste Tag, der uns mit einem strahlend blauem Himmel begrüßte, wurde erstmal mit einem schön kühlem Bad im Vöttinger Weiher und entspannenden Gesprächen auf dem sonnenbeschienem Steg gestartet.
Danach wurde das Festival mit der ziemlich entäuschenden Band "Vaccine" aus München fortgestzt, die mit Ihrem zusammengestümperten Emo-Dreck absolut nicht zu dem Motto "Prima Leben Und Stereo" passten.
Gott sei Dank, oder besser gesagt "Kommando Elefant" sei Dank, wurde die Stimmung von den symphatischen Wienern gerettet, die Ihren Alltagsfrust auf witzige Art und mit einer tollen Live-Performance in Musik umwandelten.
Doch direkt danach kam ein weiterer Tiefpunkt über den Vöttinger Weiher und zwar die aus verschiedenen Bands zusammengestöpselte Band "UhOh" die zwar bunte und ausgefallene Kostüme aber keinen überzeugenden Sound lieferten.
Und wieder einmal pünktlich zur Dämmerung gaben sich großartige Künstler das Mikro von Hand zu Hand. Den Auftakt machte der Linzer "Manuel Normal", der keine Scheu davor hatte neben seinen sehr eigenwilligen Liedern auch mal die "Star Wars"-Titelmelodie auf der Bühne zu spielen und das ganze mit österreichischem Gesang zu unterlegen. Es gibt, glaub ich, keine einzige Musikrichtung aus der er sich nicht bediente, um seinen mitreißenden ausergewöhnlichen und urkomischen Sound aufs Vinyl beziehungsweise aud die Bühne zu bringen.
Über die darauffolgende Band "Gods Of Blitz" kann ich euch leider nichts schreiben, da ich diese Zeit nutze um ein paar Runden schwimmen zu gehen, Kebap-Wraps zu genießen und um auf unserer Zelt-Terasse zu entspannen.
Doch direkt danach erwartete mich eine meiner Lieblingsbands und das absolute und allergrößte Highligt des gesamten Festivals für das man jeden Sonnebrand, jeden Mückenstich und sämtliche matschige Wege gerne in Kauf nimmt. Die Rede ist von niemand geringeren als den großartigen berliner Jungs von "Mediengruppe Telekommander"! Nach einem mehrmals gescheitertem Soundcheck feuerten diese energiegeladenen Künstler alles raus was sie zu bieten hatten, bewegten dutzende Menschen zum Stagediven, ließen jeden wild und unkontrolliert rumhüpfen, brachte das komplette Publikum zu einem Meer aus schreienden, glücklichen, tanzenden und ausgeflippten Menschen und bleiben wohl jedem PLUSler in bester Erinnerung. Egal ob mit Lieder wie "Kommanda", "Panzer", "Bild Dir Deine Meinung" oder ihrem aktuellsten Song "Mach Das Leiser" sie hatten den mit Abstand besten Auftritt auf dem gesamten "PLUS". Gerne würde ich euch jetzt ihr neustes Lied "Mach Das Leiser" vorstellen, aber da das leider auf legalem Weg nicht möglich ist biete ich euch das Lied "Bis Zum Erbrechen Schreien":
Auch über die Berliner Band "Kissogramm" kann ich euch leider nicht berichten da ich, nachdem ich mich "telekommandieren" ließ, direkt auf den Weg zur Seebühne machte, wo der tanzenden Meute mit feinstem Electro-Sound ordentlich eingeheizt wurde und den Abend beschloss ich noch mit einer Runde Nachtbaden und zahlreichen Songs die noch immer in meinem Kopf weiterspielten.
Zum Abschluss kann man nur sagen das dieses kleine Festival seinen Preis von 24 € wirklich wert ist und auch die PLUSler die man, Dank dem grellgrünem Festivalband, am darauffolgendem Mittwoch beim Britwoch im "Atomic Café" fand, waren hellauf begeistert.
Abschließend wünsche ich den Schülern unter meinen Lesern noch schöne und partyreiche Sommerferien und den Leuten die wie ich im Büro schwitzen dürfen: Ihr seid nicht allein auch ich werde mich ab Montag wieder in mein Glashochhaus begeben und von meinem Fenster aus das sonnenüberströmte München beobachten.
Wie immer freue ich mich über jede konstruktive Kritik, vielleicht sieht man sich ja mal auf einer der zahlreichen Isarpartys oder im englischen Garten. Euer Tony
Der Sommer ist in München! Zumindest schon in unseren Köpfen. Diesen Eindruck gewinnt man, wenn man sich nur mal die ganzen Open Air Partys anschaut die momentan in unserer Weltstadt mit Herz stattfinden.
Eine ganz besondere möchte ich euch heute vorstellen und zwar die Isar-Party letzten Samstag veranstaltet von den Partyguerilla. Unter dem Motto "Dance for Change - Unsere Waffe ist Musik" hatten sie es wieder mal geschafft Party mit Politik zu verbinden. Zu gechillter Reggae Musik und abwechselnd schnellen Bässen konnte man einen erlebnissreichen Abend unter der Brudermühlbrücke an der Isar verbringen. Auf dem Weg von der nahen U-Bahnstation Brudermühlstraße kamen einem schon die ersten verstrahlten Partybesucher mit grünen Lungen entgegen und die laute Musik wieß einem den Weg direkt zum jammen für den Weltfrieden. Das nicht-kommerzielle Event bei dem man 0,5 l Augustiner schon für 2 € bekommen konnte war gesäumt von feiernden Menschen, Lagerfeuer und zahlreichen "Sportzigaretten". Leider hat sich auch die Polizei gedacht, den freien Eintritt zu nutzen und besuchten die Party ebenfalls. Sie hatten allerdings keine Zeit zum Feiern, ermahnten die DJs nur etwas leiser zu machen und verließen die Party ohne auch nur einmal zu tanzen. Soviel zur Münchner Spießigkeit. Alles in allem war es trotzdem eine echt gute Party mit guter abwechslungsreicher Musik und gechillten freundlichem Publikum, mit dem man auch um 4 Uhr morgens am Lagerfeuer philosophieren konnte, während im Hintergrund gechillter Reggae-Sound lief.
Auch sonst ist in dieser Stadt wie immer viel Gutes los, so legt zum Beispiel diesen Freitag, die bereits in einem vorherigen Post erwähnte, Schlachthofbronx, in der Registratur , dem großartigen Electro-Club der noch bis Herbst im Glockenbachviertel zu finden sein wird, auf und werden mit Sicherheit wieder eine unvergessliche Nacht bieten.
Für alle die nicht genug von electronischer Tanzmusik bekommen können findet am Sonntag, zum achten Mal, das Greenfields Open Air auf der Galopprennbahn in Riem statt. Das Line-Up reicht dieses mal von Größen wie Sven Väth bis zu kleinen unbekannten Newcomern die uns Münchnern zeigen wollen was sie an den Turntables zu bieten haben. Kosten wird das ganze ca. 30 € und dafür bekommt ihr 2 Bühnen mit mit dem Feinsten was Electro zu bieten hat.
Und für alle die schon den Sonnencreme-Duft in der Nase haben und sehnsüchtig auf die ersten Sommersprossen warten gibt es hier einen kleinen etwas älteren Sommersong aus der Stadt in die man sich einfach verlieben muss:
Damit wars das für heute auch schon wieder, ich freue mich wie immer über jede konstruktive Kritik und will mich für die zahlreichen sehr netten Kommentare bedanken. Euer Tony.
Zum Ende eines wieder mal langem und aufregendem Wochenende präsentiere ich euch eine Band aus München bei denen euch das Still halten schwerfallen wird und deren Lieder eine Ohrwurmgarantie haben.
Die Gruppe "Frittenbude" die bei dem Hamburger Szenelabel "AUDIOLITH" unter Vertrag stehen machen einen angenehmen Mix aus elektronischen Elementen, mitreißendem Gitarrensound und das ganze unterlegt mit intelligenten, witzigen und frechen Texten. Auch Live sind sie ein absolutes Erlebnis wie sie auf dem "Abifestival" zusammen mit den Münchnern "Blumentopf" (siehe vorheriger Bolgeintrag) und den genialen Berlinern "Ohrbooten", oder auf dem "SORF 09" bewiesen haben, bei dem immer noch unklar ist ob die drei Jungs ganz nüchtern auf der Bühne standen.
Wenn man etwas vergleichbares in Deutschland sucht kann man sich an den älteren Songs der Gruppe "Deichkind" orientieren, aber bevor ich weiter versuche Musik zu beschreiben macht euch doch einfach selber ein Urteil und hört euch den Song "Mindestens in 1000 Jahren" an.
Nachdem es sich die "Rote Sonne" am Freitag zu "Lützenkirchens" Geburtstag nicht nehmen lies ein bis zwei Songs von einem der bedeutendstem Künstler des letzten Jahrhunderts zu spielen und auch die Registratur am Samstag bei "Tobi Neumann" und "Sasha Dive" einen Song dem "King of Pop" gewidmet hat, werde auch ich mich in diesem Blog dem am Freitag verstorbenen Musiker "Michael Jackson" widmen. Als Person kann man aufgrund seiner ganzen Skandale und Unklarheiten von ihm halten was man will. Doch was die Musik angeht, ist unbestritten das der 50 Jahre alt gewordene Künstler, der 45 Jahre auf der Bühne verbracht hat, die Welt der Pop-Musik geprägt hat wie kein anderer.
Aus diesem Anlass spendiere ich euch das Lied "Smooth Criminal" live aus einer wunderbaren Stadt im Süden Deutschlands.
Damit verabschiede ich mich für diese Woche bei euch, stürmt morgen früh zu eurem Plattendealer, holt euch die Scheibe von "Frittenbude" und feiert euer Leben. Euer Tony!
Jeder, wirklich jeder hat ja mittlerweile das Potential deutscher Musiker entdeckt.
Da sind große Bands und Musiker aus Berlin, Hamburg, Stuttgart und mit "Polarkreis 18" sogar aus Dresden.
Doch aus dem Süden Deutschlands hört man so gut wie gar nichts.
Dabei bietet gerade die Münchner Umgebung einiges an guten Bands jeder Musikrichtung ganz gleich ob es Reagee, Pop-Rock, Hip Hop, oder etwas völlig Verrücktes ist.
Da haben wir zum Beispiel "Jamaram" eine achtköpfige Reagee Band die bereits seit 9 Jahren existiert und ihre Songs auf Englisch macht. Trotzdem meint man in manchen Songs deutsche Worte zu erkennen, so hören die meisten Leute bei dem Lied "Get Together" im Refrain, „Brother and Sister", immer wieder die Worte „Der Hans ist da“ und singen diesen Text auch lauthals, auf den immer etwas nach süßlichem Rauch riechenden, Konzerten mit.
Aber überzeugt euch selbst:
Wohl eines der bekannstesten Beispiele für münchner Musik sind die "Sportfreunde Stiller". Doch die Jungs aus dem Münchner Vorort Germering haben mehr zu bieten als den WM- und Wiesn-Hit "54, 74, 90, 2006 bzw 2010".
Mit dem Lied "Ungewöhnlich" aus dem Album "Burli" haben sie eine Hymne gegen den Mainstream geschaffen die trotzdem gute Laune macht und grade bei einem regnerischem Sommer wie wir ihn grade erleben, erfrischend ist. Und auch die Lieder "Ein Kompliment" oder "Wie lange sollen wir noch warten" sind, seit dem münchner Kult-Kifferfilm "Lammbock" mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle, auch oberhalb des Weißwurscht-Äquators bekannt.
Eines Ihrer schönsten und emotionalsten Lieder ist, meiner Meinung nach, das "Heimatlied", eine Ode an die Münchner Umgebung.
Wenn ich jetzt mit dem Thema Hip-Hop anfange werden die meisten von euch die Hände über den Kopf zusammenschlagen und "Bloß nicht!" schreien.
Zu Recht den auch München hat mit Rappern wie "Der neue Süden" schlechten und einfallslosen Hip Hop.
Das es allerdings auch anders geht beweist die Gruppe "Blumentopf" immer wieder aufs Neue.
Sie waren zum Beispiel diejenigen die das Lied "Mein Block" erfunden hatten bevor "Sido" aus Berlin es verschandelt hat und damit seinen deutschlandweiten Durchbruch feiern konnte. Mit mit dem Lied "Danke Bush!" wettern sie gegen den Ex-Präsidenten. Und auch das Lied "Better Life GmbH", das sie zusammen mit Smudo von den Stuttgarten "Die Fantastischen 4" gemacht haben ist immer ein Garant für gute Laune.
Sehr beeindruckend ist das Lied "von Disco zu Disco", bei dem sie dem Hörer einen etwas anderen Blick auf das Münchner Nachtleben geben.Neben gewöhnlicher Musik bietet München natürlich auch andere Musik wie zum Beispiel den PR-Gag "Die Stehkrägen" die als Agrro Grünwald, mit Hochnäßigkeit und Arroganz, in Liedern wie "Eure Armut kotzt uns an" oder "Kaviar für Somalia", eine Antwort auf die berliner Rapper von "Aggro Berlin" geben wollen.
Doch am merkwürdigsten und auch am gewöhnungsbedürftigsten ist die "Schlachthofbronx" die das Ziel hat, mit ihrer sehr eigensinnigen und durchgeknallten Musikrichtung die sie "Munich Bass" nennen, gute Laune in die europäischen Clubs zu bringen.
Als Beispiel hierfür hab ich mir ihr Lied "Isartaler" rausgesucht, eine Mischung aus Volksmusik, Elctro und Euro-Trash.
Damit wars das für Heute auch schon wieder, natürlich hat München in Sachen Musik noch einiges mehr zu bieten aber das alles aufzuzählen wäre für diesen Post eindeutig zu viel.
Ich wünsch euch viel Spaß beim reinhören und freue mich wie immer über jede konstruktive Kritik.
Ich liebe München! Aber warum eigentlich? Vielleicht sollte ich zuerst sagen das ich im Osten Deutschlands geboren bin und München erst im zarten Alter von 7 Jahren kennengelernt hatte. Und wie jeder "Zugroaste" hatte auch ich erstmal Probleme mich an diese, sagen wir etwas andere Stadt und Ihre 1.351.445 Bewohner zu gewöhnen. Doch nachdem ich die ersten sprachlichen Differenzen überwunden hatte, lernte ich schnell was München zu bieten hat und verliebte mich in diese mittlerweile 851 Jahre alte Stadt. Doch was genau hat München eigentlich zu bieten?
Erstmal sehr sehr viele Vorurteile! 1.) In München gibt es angeblich mehr Polizei als Einwohner. -Stimmt nicht ganz. Trotzdem kommt auf 225 Einwohner ein Polizist, was schon ziemlich viel ist und einem spätestens dann auffällt wenn im Englischen Garten aller 15 Minuten zwei Polizisten vorbeireiten. (Ja reiten, damit kommen wir auch gleich zum nächsten Vorurteil) 2.) München ist altmodisch! -Ja und darauf ist die Stadt auch Stolz. Gut sie nennt es nicht altmodisch sondern Traditionell. Aber gerade das macht diese Stadt auch aus. Sogar ich konnte mich diesem Traditionalismus nicht verwehren und fand mich mit 20 Jahren das erste mal in einer traditionellen Lederhosen in einer Münchner Diskothek wieder. Doch trotz allem Traditionalismus bietet diese Stadt auch viel Modernes. Große Firmen wie BMW und SIEMENS forschen rund um die Uhr an der Technik von Morgen. Und auch an moderner Kunst hat diese Stadt einiges zu bieten, es gibt alleine drei Museen die sich nur damit damit beschäftigen und wirklich sehr sehenswert sind. ( Haus der Kunst, Pinakothek der Moderne und die Stiftung Sammlung Brandhorst) 3.) München hat keinen Style! - Wie oft hört man wie individuell und verrückt die Leute in Berlin, Köln oder Hamburg gekleidet sind. Doch bei München fällt den meisten (außer Lederhosn) nur Einheitsbrei aus C&A, H&M oder unbezahlbare Stücke aus Edelboutiquen ein. Das ist allerdings absolut falsch. Jedes Jahr gibt es den "STREET CLASH", einen Wettbewerb bei dem Blogger aus Städten rund um den Globus jeden Tag ein Foto eines Bewohners ihrer Stadt präsentierten. Und jetzt ratet mal wer 2008 zur stylischsten Stadt der Welt gewählt wurde? Ganz genau ;-) Der Blogger Gunnar Hämmerle veröffentlichte jeden Tag ein Foto von einem Münchner der ihm besonders stylisch auffiel und veröffentlichte es auf www.styleclicker.net. Ein weiterer wirklich zu empfehlender Mode-Blog aus München ist buschprinzessin.blogspot.com.
Doch neben Vorurteilen hat München noch viele weitere wunderbare Sachen zu bieten unter anderem viele kulinarische Köstlichkeiten. In München gibt es über 10 Traditionsbrauerein und jede davon hat ein großes Biersortiment. -Trotzdem gibt es in Münchner Clubs meistens nur BECKS aus Bremen zu kaufen. Zusätzlich bietet München "deftige Schmankerl" wie Leberkas, Obazda, Schweinshaxn, Brezn und natürlich die berühmte Weißwurscht. Laut einer Geschichte haben wir die Weißwurscht nur der Schussligkeit eines Azubis aus dem 19ten Jahrhunderst zu verdanken. Am Rosenmontag 1857 soll der Wirt Sepp Moser seinen Lehrling beauftragt haben ihm ein paar Schafsdärme zu holen um Bratwürste für die schon wartenden Gäste machen zu können. Der Lehrling kam allerdings mit Schweinsdärmen zurück die viel zu zäh und zu groß für Bratwürste sind. Also nahm unser Sepp die fertige Masse füllte sie in die Därme, doch anstatt sie zu braten brühte er sie in heißem Wasser, ein Verfahren das heutzutage immer noch angewandt wird und "Kesseln" genannt wird.
Zudem bietet München ein aufregendes, spannendes und durchaus ungewöhnliches Nachtleben über das ich allerdings in einzelnen Posts mehr berichten werde.
Ein weiteres weltbekanntes Ereignis ist das Oktoberfest oder wie der Münchner sagt die "Wiesn". Wichtig, liebe Nicht-Bayern, es heißt "auf die Wiesn gehen" nicht "in die Wiese gehen". Doch auch mit der Wiesn werde ich mich mit einem eigenem Post beschäftigen schließlich steht dieser Blog noch in den Startlöchern und hat euch noch einiges zu bieten.
In diesem Sinne wünsche ich euch noch viel Spaß bei allem was ihr macht und freue mich wie immer über jede konstruktive Kritik.