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Freitag, 7. August 2009

Prima bei München


Dieser Post ist nicht direkt aus München, sondern vom äußersten Rand unseres S-Bahn-Netzes nämlich auch Freising.
Warum man aus so einer hintersten Ecke wie Freising schreibt?
Wegen dem "Prima Leben Und Stereo", dass letztes Wochenende am Vöttinger Weiher stattfand.
Dieses kleine aber feine Festival, auf dem größtenteils Münchner anzutreffen waren findet jedes Jahr statt und hat im Gegensatz zu großen Fetstivals wie "Rock im Park" die Sonne auf seiner Seite.
Insgesamt gab es auf dem dreitägigen Festival 16 Bands an zwei Tagen und einen Tag zum ausnüchtern.

Nach der Suche nach dem perfektem Platz für Zelt samt Terasse im kniehohem Gras und einem kurzen Sprung in den angenehm kühlen Weiher startete das Festival gegen 15 Uhr mit der Nürnberger Band "Sutcliffe", die mit ihrem sehr feinem 60ies-Sound, die Ehre hatten 3 Tage voller Musik, Sonne und Hippie-Flair zu eröffnen.

Direkt danach rockte die Freisinger Band "Lampert" die Bühne im Grünem die mit alternativ groovender Musik und bayrischen Texten das Publikum verzauberte und bei der vorallem der Sänger und Standschlagzeuger Mäx Huber beeindruckte.

Zur Dämmerung wurden die Prima Leben Und Stereoler mit wirklich gutem Disco-Schranz, unterlegt von feinen Gitarrensounds und kraftvollem Schlagzeug überascht und das natürlich von der Münchner Band "Sickcity", eine wirklich beeindruckende Liveband die mit Ihren knallenden Songs verhinderten das auch nur eine einzige Person stillhalten konnte.

Wer zu Sickcity noch mit den Füßen gewippt hatte für den gab es spätestens bei den "Trashmonkeys" kein Halten mehr. Die fünf Jungs aus Lancaster (GB), Köln und Bremen verbreiteten mit Ihrem coolen, schneidigen und modernen 60ies Sound soviel Energie, dass so gut wie jeder mitspringen und mittanzen musste.

Nach den vielen Gitarrensounds kam nun eine wirklich beeindruckende Abwechslung von den britsichen Inseln. Das Duo "Dans Le Sac Vs. Scroobius Pip" faszinierte das Publikum mit dreckigen Bässen auf denen wirklich guter Rap mit britischem Akzent folgt, und auch wenn ich kein besonders großer Freund von Hip-Hop bin zähle ich dieses Duo zu einem meiner zahlreichen Highlights auf diesem Festival und werde euch hiermit Ihr Lied "The Beat That My Heart Skipped" vorstellen:



Nun da es auf dem Festival bereits dunkel wurde reicht eine großartige Band ihr Mikro an die Nächste weiter, so das ich auch gleich zu einem weiteren meiner Highlights auf dem PLUS komme, die Rede ist von dem Französisch-Berlinerischem Duo "Stereo Total". Die Sängerin Francois Cactus und ihr "Stricherjunge mit der Raucherlunge" Brezel Göring brachten das Publikum mit ihrem fantastischem und einzigartigem Sound bis zur Ecstase, wirklich jeder tanzte so wild er konnte, sang sich alles aus seiner Seele und einige Personen stürmten die Bühne und feierten on stage mit der charmanten Französin und Ihrem etwas verücktem Begleiter. Und wer bei dem Lied "Liebe Zu Dritt" noch nicht eine glückliches und befridigtes Lächeln auf dem Gesicht hatte, der war spätestens bei dem Lied "Wir Tanzen Im 4-Eck" Hals über Kopf in dieses symphatische und sehr verückte Duo verliebt:



Doch noch war die Nacht nicht vorbei und somit komme ich auch schon zur letzten Band des ersten Abends und zum finalem Higlight des ersten Tages. Die Schweizer-Berliner Band feierten sich selber und das ganze Festival unter dem sternenklarem Himmel und brachten jeden Einzelnen zum Schwitzen, Tanzen, Schreien und Feiern. Einfach ein wundervoller Moment wie diese durchgeknallten Jungs in Ihren verückten und einzigartigen Kostümen das von "Stereo Total" überhitzte Publikum endgültig zum überkochen brachte so das die Frage "Do You Want To Party With The Bonaparte" eindeutig beantwortet wurde und auch an den beiden darauffolgenden Tagen hörte man überall jemanden "Too Much" singen.



Der nächste Tag, der uns mit einem strahlend blauem Himmel begrüßte, wurde erstmal mit einem schön kühlem Bad im Vöttinger Weiher und entspannenden Gesprächen auf dem sonnenbeschienem Steg gestartet.

Danach wurde das Festival mit der ziemlich entäuschenden Band "Vaccine" aus München fortgestzt, die mit Ihrem zusammengestümperten Emo-Dreck absolut nicht zu dem Motto "Prima Leben Und Stereo" passten.

Gott sei Dank, oder besser gesagt "Kommando Elefant" sei Dank, wurde die Stimmung von den symphatischen Wienern gerettet, die Ihren Alltagsfrust auf witzige Art und mit einer tollen Live-Performance in Musik umwandelten.

Doch direkt danach kam ein weiterer Tiefpunkt über den Vöttinger Weiher und zwar die aus verschiedenen Bands zusammengestöpselte Band "UhOh" die zwar bunte und ausgefallene Kostüme aber keinen überzeugenden Sound lieferten.

Und wieder einmal pünktlich zur Dämmerung gaben sich großartige Künstler das Mikro von Hand zu Hand. Den Auftakt machte der Linzer "Manuel Normal", der keine Scheu davor hatte neben seinen sehr eigenwilligen Liedern auch mal die "Star Wars"-Titelmelodie auf der Bühne zu spielen und das ganze mit österreichischem Gesang zu unterlegen. Es gibt, glaub ich, keine einzige Musikrichtung aus der er sich nicht bediente, um seinen mitreißenden ausergewöhnlichen und urkomischen Sound aufs Vinyl beziehungsweise aud die Bühne zu bringen.



Über die darauffolgende Band "Gods Of Blitz" kann ich euch leider nichts schreiben, da ich diese Zeit nutze um ein paar Runden schwimmen zu gehen, Kebap-Wraps zu genießen und um auf unserer Zelt-Terasse zu entspannen.

Doch direkt danach erwartete mich eine meiner Lieblingsbands und das absolute und allergrößte Highligt des gesamten Festivals für das man jeden Sonnebrand, jeden Mückenstich und sämtliche matschige Wege gerne in Kauf nimmt. Die Rede ist von niemand geringeren als den großartigen berliner Jungs von "Mediengruppe Telekommander"!
Nach einem mehrmals gescheitertem Soundcheck feuerten diese energiegeladenen Künstler alles raus was sie zu bieten hatten, bewegten dutzende Menschen zum Stagediven, ließen jeden wild und unkontrolliert rumhüpfen, brachte das komplette Publikum zu einem Meer aus schreienden, glücklichen, tanzenden und ausgeflippten Menschen und bleiben wohl jedem PLUSler in bester Erinnerung.
Egal ob mit Lieder wie "Kommanda", "Panzer", "Bild Dir Deine Meinung" oder ihrem aktuellsten Song "Mach Das Leiser" sie hatten den mit Abstand besten Auftritt auf dem gesamten "PLUS".
Gerne würde ich euch jetzt ihr neustes Lied "Mach Das Leiser" vorstellen, aber da das leider auf legalem Weg nicht möglich ist biete ich euch das Lied "Bis Zum Erbrechen Schreien":



Auch über die Berliner Band "Kissogramm" kann ich euch leider nicht berichten da ich, nachdem ich mich "telekommandieren" ließ, direkt auf den Weg zur Seebühne machte, wo der tanzenden Meute mit feinstem Electro-Sound ordentlich eingeheizt wurde und den Abend beschloss ich noch mit einer Runde Nachtbaden und zahlreichen Songs die noch immer in meinem Kopf weiterspielten.

Zum Abschluss kann man nur sagen das dieses kleine Festival seinen Preis von 24 € wirklich wert ist und auch die PLUSler die man, Dank dem grellgrünem Festivalband, am darauffolgendem Mittwoch beim Britwoch im "Atomic Café" fand, waren hellauf begeistert.

Abschließend wünsche ich den Schülern unter meinen Lesern noch schöne und partyreiche Sommerferien und den Leuten die wie ich im Büro schwitzen dürfen: Ihr seid nicht allein auch ich werde mich ab Montag wieder in mein Glashochhaus begeben und von meinem Fenster aus das sonnenüberströmte München beobachten.

Wie immer freue ich mich über jede konstruktive Kritik, vielleicht sieht man sich ja mal auf einer der zahlreichen Isarpartys oder im englischen Garten.
Euer Tony

Sonntag, 28. Juni 2009

Münchner Fritten


Zum Ende eines wieder mal langem und aufregendem Wochenende präsentiere ich euch eine Band aus München bei denen euch das Still halten schwerfallen wird und deren Lieder eine Ohrwurmgarantie haben.

Die Gruppe "Frittenbude" die bei dem Hamburger Szenelabel "AUDIOLITH" unter Vertrag stehen machen einen angenehmen Mix aus elektronischen Elementen, mitreißendem Gitarrensound und das ganze unterlegt mit intelligenten, witzigen und frechen Texten.
Auch Live sind sie ein absolutes Erlebnis wie sie auf dem "Abifestival" zusammen mit den Münchnern "Blumentopf" (siehe vorheriger Bolgeintrag) und den genialen Berlinern "Ohrbooten", oder auf dem "SORF 09" bewiesen haben, bei dem immer noch unklar ist ob die drei Jungs ganz nüchtern auf der Bühne standen.

Wenn man etwas vergleichbares in Deutschland sucht kann man sich an den älteren Songs der Gruppe "Deichkind" orientieren, aber bevor ich weiter versuche Musik zu beschreiben macht euch doch einfach selber ein Urteil und hört euch den Song "Mindestens in 1000 Jahren" an.



Nachdem es sich die "Rote Sonne" am Freitag zu "Lützenkirchens" Geburtstag nicht nehmen lies ein bis zwei Songs von einem der bedeutendstem Künstler des letzten Jahrhunderts zu spielen und auch die Registratur am Samstag bei "Tobi Neumann" und "Sasha Dive" einen Song dem "King of Pop" gewidmet hat, werde auch ich mich in diesem Blog dem am Freitag verstorbenen Musiker "Michael Jackson" widmen.
Als Person kann man aufgrund seiner ganzen Skandale und Unklarheiten von ihm halten was man will.
Doch was die Musik angeht, ist unbestritten das der 50 Jahre alt gewordene Künstler, der 45 Jahre auf der Bühne verbracht hat, die Welt der Pop-Musik geprägt hat wie kein anderer.

Aus diesem Anlass spendiere ich euch das Lied "Smooth Criminal" live aus einer wunderbaren Stadt im Süden Deutschlands.



Damit verabschiede ich mich für diese Woche bei euch, stürmt morgen früh zu eurem Plattendealer, holt euch die Scheibe von "Frittenbude" und feiert euer Leben.
Euer Tony!

Donnerstag, 25. Juni 2009

Musica Monaco


Jeder, wirklich jeder hat ja mittlerweile das Potential deutscher Musiker entdeckt.

Da sind große Bands und Musiker aus Berlin, Hamburg, Stuttgart und mit "Polarkreis 18" sogar aus Dresden.

Doch aus dem Süden Deutschlands hört man so gut wie gar nichts.

Dabei bietet gerade die Münchner Umgebung einiges an guten Bands jeder Musikrichtung ganz gleich ob es Reagee, Pop-Rock, Hip Hop, oder etwas völlig Verrücktes ist.


Da haben wir zum Beispiel "Jamaram" eine achtköpfige Reagee Band die bereits seit 9 Jahren existiert und ihre Songs auf Englisch macht. Trotzdem meint man in manchen Songs deutsche Worte zu erkennen, so hören die meisten Leute bei dem Lied "Get Together" im Refrain, „Brother and Sister", immer wieder die Worte „Der Hans ist da“ und singen diesen Text auch lauthals, auf den immer etwas nach süßlichem Rauch riechenden, Konzerten mit.

Aber überzeugt euch selbst:


Wohl eines der bekannstesten Beispiele für münchner Musik sind die "Sportfreunde Stiller". Doch die Jungs aus dem Münchner Vorort Germering haben mehr zu bieten als den WM- und Wiesn-Hit "54, 74, 90, 2006 bzw 2010".

Mit dem Lied "Ungewöhnlich" aus dem Album "Burli" haben sie eine Hymne gegen den Mainstream geschaffen die trotzdem gute Laune macht und grade bei einem regnerischem Sommer wie wir ihn grade erleben, erfrischend ist. Und auch die Lieder "Ein Kompliment" oder "Wie lange sollen wir noch warten" sind, seit dem münchner Kult-Kifferfilm "Lammbock" mit Moritz Bleibtreu in der Hauptrolle, auch oberhalb des Weißwurscht-Äquators bekannt.

Eines Ihrer schönsten und emotionalsten Lieder ist, meiner Meinung nach, das "Heimatlied", eine Ode an die Münchner Umgebung.


Wenn ich jetzt mit dem Thema Hip-Hop anfange werden die meisten von euch die Hände über den Kopf zusammenschlagen und "Bloß nicht!" schreien.

Zu Recht den auch München hat mit Rappern wie "Der neue Süden" schlechten und einfallslosen Hip Hop.

Das es allerdings auch anders geht beweist die Gruppe "Blumentopf" immer wieder aufs Neue.

Sie waren zum Beispiel diejenigen die das Lied "Mein Block" erfunden hatten bevor "Sido" aus Berlin es verschandelt hat und damit seinen deutschlandweiten Durchbruch feiern konnte. Mit mit dem Lied "Danke Bush!" wettern sie gegen den Ex-Präsidenten. Und auch das Lied "Better Life GmbH", das sie zusammen mit Smudo von den Stuttgarten "Die Fantastischen 4" gemacht haben ist immer ein Garant für gute Laune.

Sehr beeindruckend ist das Lied "von Disco zu Disco", bei dem sie dem Hörer einen etwas anderen Blick auf das Münchner Nachtleben geben.Neben gewöhnlicher Musik bietet München natürlich auch andere Musik wie zum Beispiel den PR-Gag "Die Stehkrägen" die als Agrro Grünwald, mit Hochnäßigkeit und Arroganz, in Liedern wie "Eure Armut kotzt uns an" oder "Kaviar für Somalia", eine Antwort auf die berliner Rapper von "Aggro Berlin" geben wollen.

Doch am merkwürdigsten und auch am gewöhnungsbedürftigsten ist die "Schlachthofbronx" die das Ziel hat, mit ihrer sehr eigensinnigen und durchgeknallten Musikrichtung die sie "Munich Bass" nennen, gute Laune in die europäischen Clubs zu bringen.

Als Beispiel hierfür hab ich mir ihr Lied "Isartaler" rausgesucht, eine Mischung aus Volksmusik, Elctro und Euro-Trash.



Damit wars das für Heute auch schon wieder, natürlich hat München in Sachen Musik noch einiges mehr zu bieten aber das alles aufzuzählen wäre für diesen Post eindeutig zu viel.

Ich wünsch euch viel Spaß beim reinhören und freue mich wie immer über jede konstruktive Kritik.

Liebe Grüße aus der Bayrischen Hauptstadt

euer Tony!